Physio Deutschland2018-06-07T12:10:30+00:00
Physiotherapeut Andreas Haag von UNICUM: Regionalgruppe Stuttgart | Kirchheim | Esslingen von PHYSIO DEUTSCHLAND Landesverband Baden-Württemberg

Regionalgruppe Stuttgart | Kirchheim | Esslingen von PHYSIO DEUTSCHLAND Landesverband Baden-Württemberg

Vernetzung und kollegialer sowie fachlicher Austausch werden im Landesverband Baden-Württemberg groß geschrieben. Unsere Mitglieder kommen regelmäßig bei den Regionalgruppentreffen zusammen, die in Stuttgart von Andreas Haag organisiert werden.
Hier finden Sie die aktuellen Aktivitäten Ihrer Regionalgruppe Stuttgart| Kirchheim | Esslingen

Nächste Veranstaltung:

20. Juni 2018 | Regionaltreffen von Physio Deutschland

Regionaltreffen von Physio Deutschland

Einladung zum Regionaltreffen von Physio Deutschland

Hiermit möchte ich Euch ganz herzlich zum Regiotreffen Stuttgart 2018 im Frühjahr einladen. Ich hoffe es geht allen gut und Ihr habt Zeit und Lust Euch mit den Kollegen aus der Region auszutauschen. Folgendes heiße Thema steht auf dem Programm:

Datenschutz in der Physiotherapie – darauf sollten Sie ab Mai 2018 achten
Im Mai 2018 tratt die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ohne weitere Übergangsfrist in Kraft und wird das aktuelle Bundesdatenschutzgesetz in weiten Teilen ersetzen. Praxisinhaber und leitende Angestellte sollten sich daher bereits im Vorfeld mit den wichtigsten Veränderungen beschäftigt haben. Nur so ist es möglich, die Datenverarbeitung in der Praxis zu überprüfen und den erforderlichen Handlungsbedarf zu erkennen.

Wir geben Ihnen die Tipps die „derzeit“ umsetzbar sind.
Rechtsanwalt Roland Hein steht im Dialog mit Ihnen mit der Unterstützung von Andreas Haag

IHK Stuttgart, Jägerstrasse 30, 70174 Stuttgart

Ich freue mich auf Euch und einen interessanten Abend. Aus Planungsgründen bitte ich um Anmeldung per E-Mail an regionalgruppe@unicum-stuttgart.de.

Die Teilnahme ist für Mitglieder und eine Begleitperson kostenfrei.
P.S. Nichtmitglieder von PHYSIO-DEUTSCHLAND sind auch herzlich willkommen, bezahlen aber eine Schutzgebühr von 10 Euro an den Verband.

Das waren die letzten Veranstaltungen:

21. Februar 2018 | Regionaltreffen von Physio Deutschland

Regionaltreffen von Physio Deutschland

Einladung zum Regionaltreffen von Physio Deutschland

Hiermit möchte ich Euch ganz herzlich zum Regiotreffen Stuttgart einladen. Ich hoffe, Ihr habt Zeit und Lust Euch mit den Kollegen aus der Region auszutauschen.

Thema: Mitarbeiterbindung – Ideen & Impulse

  • Ideen zum Thema Mitarbeiterbindung in der Physiotherapie
  • Was hält Mitarbeiter, was vertreibt Mitarbeiter
  • Was macht ein attraktives Unternehmen aus?
  • Unternehmens- und Führungskultur
  • Einflussfaktoren auf Mitarbeiterbindung
  • Wir sammeln die Ideen und Erfahrungen aller Teilnehmer und fassen diese für Sie zusammen.

Referenten: 
Bernd Engelhardt, Stv. Hauptgeschäftsführer der IHK Stuttgart
Andreas Haag, Physio-Deutschland

IHK Stuttgart, Jägerstrasse 30, 70174 Stuttgart

Ich freue mich auf Euch und einen interessanten Abend. Aus Planungsgründen bitte ich um Anmeldung per E-Mail an regionalgruppe@unicum-stuttgart.de.

Die Teilnahme ist für Mitglieder und eine Begleitperson kostenfrei. Für einen kleinen Snack zu Beginn der Veranstaltung ist gesorgt.
P.S. Nichtmitglieder von PHYSIO-DEUTSCHLAND sind auch herzlich willkommen, bezahlen aber eine Schutzgebühr von 10 Euro an den Verband.

08. November 2017 | Regionaltreffen von Physio Deutschland

Regionaltreffen von Physio Deutschland

Einladung zum Regionaltreffen von Physio Deutschland

Hiermit möchte ich Euch ganz herzlich zum Regiotreffen Stuttgart einladen. Ich hoffe, Ihr habt Zeit und Lust Euch mit den Kollegen aus der Region auszutauschen.

Folgende Themen stehen auf dem Programm:

  1. Aktuelles aus der Berufspolitik & News vom Verband von Andreas Haag
  2. Das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz gilt ab 1.1.2018 – was müssen Arbeitgeber darüber wissen und beachten? Referent: Markus Sobau, Geschäftsführer Confina – PHYSIOsecur
    Inhalte:
    • Was kommt auf jeden Arbeitgeber ab 2018 und in den Folgejahren zu?
    • Was kann und was muss nach dem neuen Gesetz genau gemacht werden?
    • Welche Pflichten sind zu erfüllen und wie sehen die Umsetzungs-Etappen aus?
    • Wie macht man als Arbeitgeber aus der Pflicht eine Kür?
    • Welche Chancen bieten sich gerade für Praxisinhaber an?
    • Welche Elemente kann man zusätzlich strategisch klug einsetzen?
  3. Ausklang bei einem Drink in der Schankstelle

IHK Stuttgart, Jägerstrasse 30, 70174 Stuttgart

Ich freue mich auf Euch und einen interessanten Abend. Aus Planungsgründen bitte ich um Anmeldung per E-Mail an regionalgruppe@unicum-stuttgart.de.

Die Teilnahme ist für Mitglieder und eine Begleitperson kostenfrei. Für einen kleinen Snack zu Beginn der Veranstaltung ist gesorgt.
P.S. Nichtmitglieder von PHYSIO-DEUTSCHLAND sind auch herzlich willkommen, bezahlen aber eine Schutzgebühr von 10 Euro an den Verband.

25 Juli 2017 | Regionaltreffen von Physio Deutschland

Regionaltreffen von Physio Deutschland

Veranstaltung vom 25. Juli 2017 in der IHK Stuttgart

Großveranstaltung Heilmittelrichtlinie für Zahnärzte – Preisverhandlungen/Transparenzregelung

Programm:

Heilmittelrichtlinie für Zahnärzte (1. Block, 16.30 – 18.30 Uhr)

Zum 1. Juli 2017 ist die neue Heilmittelrichtlinie für Zahnärzte in Kraft getreten. Diese wirft nicht nur bei uns Physiotherapeuten, sondern auch in den verordnenden Zahnarztpraxen Fragen auf: 

  • Was ändert sich durch die neue Richtlinie?
  • Was muss ich als Physiotherapeut beachten?
  • Was müssen die Zahnärzte beachten?
  • Mit welchen Problemen ist zu rechnen? Wie kann ich diese umgehen? 

Alle Mitglieder sind herzlich aufgefordert, auch Ihre verordnenden Zahnärzte bzw. die Zahnarzthelfer zu dieser Veranstaltung einzuladen. 

Preisverhandlungen – Transparenzregelung (2. Block, 18.45 – 20.45 Uhr)

Im zweiten Block geht das Thema Preisverhandlungen mit den Kostenträgern. Es soll vor allem auch auf die Transparenzregelung eingegangen werden, die besagt, dass ein Teil der Honorarerhöhungen an die Praxisangestellten weitergegeben werden soll. Was bedeutet dies konkret für die Praxis? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Referenten: Roland Hein & Michael N. Preibsch

IHK Stuttgart, Jägerstrasse 30, 70174 Stuttgart

17. Mai 2017 | Regionaltreffen von Physio Deutschland

Regionaltreffen von Physio Deutschland

Veranstaltung vom 17. Mai 2017 in der IHK Stuttgart

Programm:

  • Special: Herr Roland Hein, Verbansjustitiar, stellt sich den Fragen unseren Mitglieder rund um die Physiotherapie und gibt zusätzlich nochmal ein Update zur Scheinselbständigkeit der Physio’s
  • Aktuelles aus der Berufspolitik & New’s vom Verband
  • Ausklang bei einem Drink in der Schankstelle

IHK Stuttgart, Jägerstrasse 30, 70174 Stuttgart

26. April 2017 | Regionaltreffen von Physio Deutschland

Regionaltreffen von Physio Deutschland

Veranstaltung vom 26. April 2017 in der IHK Stuttgart

Programm:

Vorstand on tour in Stuttgart

  • Was bringt das neue Heil- und Hilfsmittelversorgungsstärkungsgesetz? 
  • Welche Neuerungen gibt es bei den langfristigen Heilmittelbedarfen und bei den besonderen Verordnungsbedarfen? 
  • Warum haben die Ärzte Angst vor Heilmittelregressen? 

Über diese und weitere Themen referierte Michael N. Preibsch, zeigte Handlungsoptionen auf und beantwortete Fragen der Mitglieder. 

IHK Stuttgart, Jägerstrasse 30, 70174 Stuttgart

Definition und Einsatzbereiche der Physiotherapie sowie verschiedene Therapieformen


Bei dem Begriff „Physiotherapie“ handelt es sich um den Oberbegriff, der alle aktiven und passiven Therapieformen umfasst. Dies wird aus der Ausbildungszielbeschreibung des MPhG (§§ 3 u. 8) deutlich. Unter dem Oberbegriff  Physiotherapie findet sich daher einerseits die Krankengymnastik*, die dem Physiotherapeuten vorbehalten ist sowie andererseits die physikalische Therapie, also das Berufsfeld, in dem Physiotherapeuten und Masseure gleichberechtigt nebeneinander tätig werden. Die physikalische Therapie ihrerseits untergliedert sich in die Bereiche Massagen, Elektrotherapie, Hydrotherapie sowie Thermotherapie.

Physiotherapie (engl. physiotherapy) umfasst die physiotherapeutischen Verfahren der Bewegungstherapie (engl. kinesitherapy; therapeutic exercises) sowie die physikalische Therapie (physical therapy). Physiotherapie nutzt als natürliches Heilverfahren die passive – z.B. durch den Therapeuten geführte – und die aktive, selbstständig ausgeführte Bewegung des Menschen sowie den Einsatz physikalischer Maßnahmen zur Heilung und Vorbeugung von Erkrankungen. Physiotherapie findet Anwendung in vielfältigen Bereichen von Prävention, Therapie und Rehabilitation sowohl in der ambulanten Versorgung als auch in teilstationären und stationären Einrichtungen. Damit ist die Physiotherapie eine Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen oder operativen Therapie.

*Der Begriff Krankengymnastikwird den modernen Anforderungen physiotherapeutischer Verfahren inzwischen nicht mehr gerecht, weil nicht nur „Kranke“ die Leistungen in Anspruch nehmen und „Gymnastik“ als Leibes- und Körperübung die verwendete Methodenvielfalt sehr einschränken würde.

Inzwischen hat sich das Berufsfeld weiterentwickelt, das erweiterte Verständnis lässt sich in der Bewegungstherapie zum Ausdruck bringen. Bewegungstherapie bildet die Hauptaufgabe der Physiotherapie. Sie ist ein dynamischer Prozess, der sich an die Steigerung der Belastbarkeit im Verlauf des Heilungsprozesses anpasst.

  1. Linderung von Schmerz
  2. Förderung von Stoffwechsel und Durchblutung
  3. Erhaltung und Verbesserung der Beweglichkeit
  4. Erhaltung und Verbesserung der Koordination
  5. Erhaltung und Verbesserung der Kraft
  6. Erhaltung und Verbesserung der Ausdauer

Die Zielbereiche stehen nicht alleine, sondern beeinflussen sich wechselseitig.

Physiotherapeuten sind aus dem Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Sie arbeiten insbesondere in Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen und in Physiotherapiepraxen.

Grundlage für eine Behandlung ist die ärztliche Diagnose und damit verbunden deren Verordnung, denn Physiotherapie ist ein Heilmittel im medizinischen Sinne. Bevor die Therapie beginnt, erstellen Physiotherapeuten einen Behandlungsplan, der individuell auf den Patienten zugeschnitten ist. Dieser Plan wird vom Physiotherapeuten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls korrigiert, beziehungsweise angepasst.

Ein besonderes Merkmal der Physiotherapie ist die persönliche Begegnung zwischen Patient und Physiotherapeuten während der Behandlung. Dabei sind nicht nur das theoretische Fachwissen und das praktische Können der Physiotherapeuten entscheidend für den Erfolg. Ausschlaggebend ist auch die aktive und eigenverantwortliche Mitarbeit des Patienten.

Die drei wichtigsten Einsatzbereiche der Physiotherapie sind:

  • Prävention: (Vorbeugen)Vorbeugung der Entsstehung von Erkrankungen (sogenannte Primärprävention) oder Vorbeugung der Wiederkehr einer gleichartigen Erkrankung (Sekundärprävention) 
                                                                            
  • Therapie: (Behandlung) Früh- und Langzeitbehandlung akuter und chronischer Erkrankungen, unterstützend zu anderen Behandlungsmaßnahmen bei akuten Erkrankungen. Verbesserung der Lebensqualität in höherem Alter   
  • Rehabilitation: Maßnahmen zur Wiederherstellung von Fähigkeiten, die es ermöglichen, trotz körperlicher Beeinträchtigung am täglichen Leben teilzunehmen. Ausgleichen oder Mindern von Fuktionseinbußen, Verbesserung der Lebensqualität      

Schritt 1: Suchen Sie einen Arzt auf:    

 Wenn Sie Beschwerden haben, kann Ihnen Ihr Arzt zur unterstützenden Krankheitsbehandlung Physiotherapie verordnen. Basis für die Verordnung ist der sogenannte „Heilmittelkatalog“. In diesem Katalog ist aufgeführt, welche Verordnung bei welchem Leiden innerhalb der Physiotherapie als sinnvoll und wirtschaftlich gilt. Hier ist auch festgelegt, wie viele Behandlungen notwendig sind. Benötigen Sie weitere Behandlungssitzungen, kann Ihr Arzt – medizinisch begründet – zusätzliche Behandlungen verordnen.

Schritt 2: Wählen Sie den richtigen Physiotherapeuten:

Suchen Sie sich einen Physiotherapeuten in Ihrer Nähe. Ganz einfach geht dies über die ZVK-Therapeutensuche. 

Schritt 3: Erhalten Sie Ihren Behandlungsplan:    

 Bei Ihrem ersten Besuch beim Physiotherapeuten erfolgt in der Regel zuerst ein Gespräch über die Erkrankung und eine genaue physiotherapeutische Untersuchung (Befund), aus der sich dann die aktiven oder passiven Behandlungsmethoden ergeben. 

Schritt 4: Physiotherapie – Wie teuer ist das eigentlich?    

 Als GKV-Versicherter zahlen Sie für jede Verordnung zurzeit 10,- Euro Rezeptgebühr und 10 Prozent je verordneter Leistung. 

Das müssen Sie wissen: Diese Kosten werden mit der Krankenkasse verrechnet und sind keine zusätzliche Einnahmen des Physiotherapeuten. Die jeweilige Höhe der Zuzahlung hängt vom Wert der Verordnung ab. Die gesetzliche Zuzahlung ist – soweit Sie hiervon nicht befreit sind – verpflichtend. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, ob und ab wann Sie eine Befreiung erhalten können. Kinder unter 18 Jahren sind generell befreit. 

Die Manuelle Therapie ist ein Behandlungsansatz, bei dem Funktionsstörungen des Bewegungsapparates untersucht und behandelt werden. Grundlage der Manuellen Therapie sind spezielle Handgriff- und Mobilisationstechniken, bei denen Schmerzen gelindert und Bewegungsstörungen beseitigt werden. Physiotherapeuten untersuchen dabei die Gelenkmechanik, die Muskelfunktion sowie die Koordination der Bewegungen, bevor ein individueller Behandlungsplan festgelegt wird. 

Die Manuelle Therapie bedient sich sowohl passiver Techniken als auch aktiver Übungen Zum einen werden blockierte oder eingeschränkte Gelenke von geschulten Physiotherapeuten mithilfe sanfter Techniken mobilisiert, zum anderen können durch individuelle Übungen instabile Gelenke stabilisiert werden. Ziel des Behandlungskonzeptes: Wiederherstellung des Zusammenspieles zwischen Gelenken, Muskeln und Nerven.

Die Manuelle Therapie darf nur von speziell dafür weitergebildeten Physiotherapeuten durchgeführt werden.

Die Massage ist eine der bekanntesten und ältesten Heilmethoden. Die klassische Massage entstand aus einer griechisch-römischen Tradition und wurde im 19. Jahrhundert maßgeblich durch den Heilgymnasten Per Henrik Link und den Arzt J. Georg Mezger vorangetrieben.

Massagen können sowohl als alleinige Behandlungsform für sich stehen, sie werden aber häufig auch unterstützend zu anderen Therapieformen eingesetzt. Massagen können vom Arzt verschrieben werden.

Die klassische Massage dient dazu, verspannte Muskelpartien zu lockern, die Durchblutung und den Stoffwechsel zu fördern, den Kreislauf, den Blutdruck, die Atmung und die Psyche positiv zu beeinflussen sowie Schmerzen zu reduzieren. Unterschiedliche Grifftechniken, wie zum Beispiel Streichung, Knetung, Walken, Rollen, Lockern, Hacken, Klatschen, Klopfungen oder Reiben werden dabei von Therapeuten je nach gewünschter Wirkung angewendet.

Neben der klassischen Massage haben sich heutzutage die unterschiedlichsten Massageformen entwickelt: wie beispielsweise Bindegewebsmassage, Aromamassage, Reflexzonenmassage oder Unterwasserdruckstrahlmassage.

Die gerätegestützte Krankengymnastik (KGG) ist eine aktive Behandlungsform der Physiotherapie, bei der medizinische Trainingsgeräte und Zugapparate eingesetzt werden. Das Ziel dieser Therapieform ist die Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Die Krankengymnastik am Gerät ist ein wichtiges Element in der Rehabilitation nach Operationen, Knochenbrüchen oder Gelenkverletzungen, kann aber auch in der Prävention von Verschleiß- und Rückenerkrankungen eingesetzt werden.

Der Physiotherapeut erarbeitet je nach Krankheitsbild des Patienten einen individuellen Behandlungsplan. Im Fokus steht dabei die Erarbeitung funktioneller und automatisierter Bewegungsmuster. Von besonderer Bedeutung ist die systematische Wiederholung bestimmter Muskelanspannungen mit dem Ziel der Leistungssteigerung.

Die gerätegestützte Krankengymnastik kann nur von speziell dafür weitergebildeten Physiotherapeuten in besonders ausgestatteten Praxen durchgeführt werden.

PNF steht für „Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation“.Was bedeutet das? Ihr Körper verfügt über unterschiedliche Sinnesorgane. Durch die so genannten Bewegungsfühler (Rezeptoren) nehmen Sie wahr, wie Ihr Körper sich bewegt oder in welcher Position er sich befindet („Propriozeptiv“). Daher wissen Sie ohne hinzusehen, ob Sie zum Beispiel Ihr Knie gerade strecken oder beugen. Eine PNF-Therapie regt diese Rezeptoren in Gelenken, Muskeln und Sehnen durch gezielte Stimulation an und aktiviert sie. Durch die Stimulation wird die Wahrnehmung gefördert, sie ist entscheidend für Bewegungsorganisation.

PNF fördert somit das Zusammenspiel zwischen Rezeptoren, Nerven und Muskeln („Neuromuskulär“). Arbeiten sie gut zusammen, fallen Ihnen alle alltäglichen Bewegungen leichter („Fazilitation“).

Die PNF Therapie unterscheidet sich von anderen Übungsbehandlungen:

Speziell die Drehungen / Rotationen bei den Bewegungen werden gezielt hervorgehoben, um den Muskelverläufen optimal gerecht zu werden.

Am Beginn jeder physiotherapeutischen Behandlung durch PNF steht die „Befundung“ Ihrer Bewegungsfähigkeiten. Sodann besprechen Sie mit dem Therapeuten oder der Therapeutin, welche körperlichen Fähigkeiten Sie verbessern möchten und formulieren gemeinsam eine Zielvereinbarung. 

PNF ist Konzept, Therapiemethode und Technik zugleich.

Dabei ist besonders hervorzuheben, dass PNF sich an den Ressourcen des Patienten orientiert und diese gezielt zur Verbesserung der Bewegungs- und Haltungskontrolle einsetzt. D.h., dass zur Verfügung stehende Fähigkeiten von besonderem Interesse sind. Machen Sie folgendes kleines Experiment: „drücken Sie Ihre Hand kräftig auf den Tisch, vor dem Sie gerade sitzen“. Sie werden sogleich merken, dass Ihre Bauchmuskeln zu arbeiten beginnen. So kann ein kräftiger Arm genutzt werden, um schwache Bauchmuskeln zu aktivieren.

Jeder PNF Therapeut kennt die Zusammenhänge unserer motorischen Organisation und kann so Ihre guten Fähigkeiten gezielt einsetzen. Viele Wiederholungen der zu erlernenden Bewegung in variablen Kontexten führen schließlich zum Therapieerfolg.

PNF kann Menschen mit Störungen des Bewegungs- oder Stützapparates helfen, ihre Sicherheit und Selbständigkeit zu verbessern und Schmerzen zu beheben oder zu lindern.Eine Behandlung nach PNF wird insbesondere angewandt bei Bewegungsstörungen aufgrund von:

  • Multipler Sklerose
  • Morbus Parkinson
  • Querschnittslähmung
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlaganfall
  • Gelenkoperationen
  • Sportunfällen
  • Gesicht-, Mund- und Schluckbeschwerden (inklusive Kieferproblematiken)
  • Rückenschmerz

Die Therapie verbessert die bewusste und unbewusste Steuerung der Körperhaltung und Bewegung. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen fördert PNF lebenserhaltende Funktionen wie die Atmung, das Essen und das Schlucken.

Die PNF-Therapie darf nur von speziell dafür weitergebildeten Physiotherapeuten durchgeführt werden.

Das Bobath-Konzept betrachtet jeden Menschen mit einer Schädigung des Nervensystems individuell und ganzheitlich. Die ärztlich verordnete Bobath-Therapie darf nur von zertifizierten Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten durchgeführt werden. Diese in speziellen Bobath-Kursen ausgebildeten Therapeuten haben die dafür vorgeschriebenen Lehr- Lernzielkontrollen mit Erfolg abgeschlossen.

Im Unterschied zu anderen Therapiekonzepten gibt es im Bobath-Konzept keine standardisierten Übungen. Im Vordergrund stehen individuelle und alltagsbezogene therapeutische Aktivitäten, die den Patienten in seinem Tagesablauf begleiten. Es ist ein 24 Stunden-Konzept.

Das Nervensystem hat die Fähigkeit ein Leben lang zu lernen. Nach einer Schädigung ermöglicht es die Plastizität des Gehirns neue Kapazitäten zu aktivieren. Die Bobath-Therapeuten unterstützen den betroffenen Pateinten bei seinem individuellen Lernprozess.

Welche Patienten?

Es kann angewandt werden:

  • nach einem Schlaganfall
  • nach Schädelhirntrauma oder Hirnblutung
  • bei Multipler Sklerose
  • bei Morbus Parkinson
  • und anderen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen.

Mögliche Beeinträchtigungen nach einer Schädigung des ZNS

Als ZNS bezeichnet man das Zentralnervensystem. Hierzu zählen Gehirn und Rückenmark.

Betroffene können Störungen bei der Kraftentwicklung der Muskulatur und der Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken aufweisen. Dies führt zu einem veränderten Körperempfinden. Die Patienten sind häufig beeinträchtigt in ihrem Gleichgewicht und der Kontrolle über Haltung und Bewegung. Sie können Handlungen nur eingeschränkt planen und ausführen. Weiterhin können sie durch Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen, sowie Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsdefizite in ihren Fähigkeiten zur Teilhabe am Leben beeinträchtigt sein. Persönlichkeitsveränderungen sind ebenfalls möglich.

Der Patient steht im Mittelpunkt

Die Bedürfnisse des Patienten, die sich aus seinem bisherigen Leben, seinem sozialem Umfeld und seinen Interessen ergeben, stehen im Mittelpunkt der therapeutischen Einflussnahme. Ziel ist es, die Lebensqualität in einem eigenverantwortlichen selbstbestimmten Alltag wieder zu erlangen und Folgeschäden wie zum Beispiel Gelenkeinschränkungen und Schmerzen möglichst zu vermeiden. Der individuelle Lernweg des Betroffenen soll eine aktive Teilhabe am Leben ermöglichen.

Das therapeutische Team

Der Patient sollte bereits ab dem ersten Tag nach beispielsweise einem Schlaganfall durch ein interdisziplinäres und im Bobath-Konzept geschulten Team betreut werden. Die behandelnden Berufsgruppen orientieren sich an den Fähigkeiten und Beeinträchtigungen des Patienten. Berufsübergreifend arbeiten Ärzte, Pflegende, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Neuropsychologen zusammen. Dies bildet die Grundlage des Problem lösenden Ansatzes in der Befundaufnahme und Behandlung nach dem Bobath-Konzept.

Patient und Therapeut im Dialog

Im Behandlungsprozess sind beide, Patient und Therapeut, in einer fortlaufenden aktiven Beziehung miteinander – sie interagieren.

Die Hände der Therapeuten unterstützen den Patienten nur soweit nötig. Zentrales Ziel des Bobath-Konzeptes ist es, die Eigenaktivität des Pateinten zu ermöglichen, zu fordern und zu fördern. Ziel ist eine effiziente Haltungs- und Bewegungskontrolle. Diese verbessert das Gleichgewicht des Patienten und gibt ihm mehr Sicherheit in seinem Alltag.

Bei Menschen mit schwersten Behinderungen kann dies bedeuten, die Vitalfunktionen wie Herz-Kreislaufstabilität und Wachheit zu sichern. Außerdem erleichtert und unterstützt die Bobath-Therapie pflegerische Maßnahmen.

In der Physiotherapie werden verschiedene Therapieverfahren eingesetzt, die Wärme oder Kälte nutzen, um eine schmerzlindernde Wirkung beim Patienten zu erzielen. Sowohl Wärme- als auch Kälteanwendungen können lokal oder am ganzen Körper eingesetzt werden. Welches Verfahren angewandt wird, richtet sich nach dem jeweiligen Schmerzbild. 

Die Wärmetherapie wird häufig als unterstützende Maßnahme eingesetzt, weil sie die Durchblutung fördert und entspannend auf die Muskulatur und das Gewebe einwirkt. Verfahren der Wärmetherapie sind zum Beispiel Wärmepackungen, die aus Moor oder Fango bestehen. Wirkung: durchblutungsfördernd, muskelentspannend und schmerzlindernd. Außerdem kommen spezielle Strahler (Heißluft) zum Einsatz, die schmerzende Körperpartien erwärmen. Wirkung: durchblutungsfördernd, schmerzlindernd.

Auch die Kältetherapie wird häufig als unterstützende Maßnahme eingesetzt. Es gibt unterschiedliche Formen: wie zum Beispiel Kühlpacks, Kompressen, Eisbad oder Eisabreibung. Die Wirkung der Kältetherapie ist je nach Temperatur unterschiedlich. Sie wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und verbessert die Durchblutung.

Die Manuelle Lymphdrainage wird seit den 60-er Jahren von Physiotherapeuten mit entsprechender Zusatzqualifikation auf Verordnung des Arztes durchgeführt. Ziel der Behandlung ist es, die reduzierte Pumpfunktion des Gefäßsystems zu unterstützen. In erster Linie dient die manuelle Lymphdrainage der Entstauung von geschwollenem Gewebe. Hierbei handelt es sich zumeist um Schwellungen an Armen oder Beinen. Physiotherapeuten verwenden dabei spezielle Handgriffe, bei denen zum Beispiel durch rhythmische, kreisende und pumpende Bewegungen der Handflächen die angestaute Flüssigkeit in Richtung der zuständigen Lymphknotenstation abtransportiert wird. Durch die Atmung und durch zusätzliche Anregung entfernt liegender Lymphknoten kann dabei eine Sogwirkung erzielt werden, die den Abtransport der Gewebsflüssigkeit begünstigt. Das Gewebe schwillt ab, die Schmerzen werden gelindert und das Gewebe wird lockerer und weicher, was sich ebenfalls auf die Beweglichkeit auswirkt.

Die Manuelle Lymphdrainage wird häufig als 2-Phasentherapie angewandt. Die Phase I der Entstauung bedeutet tägliche Lymphdrainagetherapie, Hautpflege, Kompressionstherapie mit Bandagen und Entstauungstherapie, die Phase II bedeutet Manuelle Lymphdrainage nach Bedarf und Kompression mit einem nach Maß angefertigten Kompressionsstrumpf und Gymnastik zur Entstauung. Die Manuelle Lymphdrainage ist somit ein Teil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie.

Die Manuelle Lymphdrainage darf von speziell dafür weitergebildeten Physiotherapeuten durchgeführt werden.

Die Krankengymnastik ist eine Behandlungsform, mit der Krankheiten aus fast allen medizinischen Fachbereichen therapiert werden. Sie umfasst sowohl aktive als auch passive Therapieformen. Ziel der Krankengymnastik ist es, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers zu verbessern.

Je nach Beschwerden und Krankheitsbild des Patienten stehen dem Physiotherapeuten unterschiedliche Behandlungsformen zur Verfügung:

  • Förderung der Beweglichkeit durch aktive und funktionelle Übungen
  • Vermeidung von Versteifungen und Schmerzen durch passive Mobilisation
  • Stärkung von geschwächten Muskeln durch kräftigende Übungen zur Haltungs- und  Koordinationsverbesserung
  • Entspannungsübungen für verspannte Muskeln zur Wiederherstellung optimaler muskulärer Voraussetzungen
  • Atemübungen zur Unterstützung der Atmung bei Atemwegserkrankungen (Lockerung, Mobilisation, Sekretlösung, Erleichterung der Atmung)

Krankengymnastik darf nur von Physiotherapeuten durchgeführt werden.

Vorbeugen ist besser als Heilen – unter diesem Motto stehen viele Programme der Physiotherapie. Viele Volkskrankheiten, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, könnten durch eine frühzeitig einsetzende Physiotherapie verhindert, zumindest aber vermindert werden. Physiotherapie kann daher mit präventiven Angeboten einen wichtigen Beitrag zur Kostenreduzierung im Gesundheitswesen leisten.

Heutzutage entstehen viele körperliche Probleme durch zu wenig Bewegung oder falsche Haltung in Freizeit und Beruf. Wer kennt das nicht? Nach einem langen Arbeitstag vor dem Computer schmerzen Nacken und Rücken besonders häufig.

Physiotherapeutische Behandlungskonzepte können dabei helfen, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Viele Physiotherapeuten bieten verschiedene Präventionsprogramme an, die zum Teil sogar von Krankenkassen bezuschusst werden. Beliebte Präventionsprogramme sind beispielsweise die Rückenschule für Kinder und Erwachsene, Beckenbodenschule, Wirbelsäulen- oder Aquagymnastik, ergonomische Arbeitsplatzberatung und Sturzprävention.

Im Folgenden erhalten Sie nähere Information rund um die verschiedenen Einsatzgebiete der physiotherapeutischen Prävention:

  • Herz-Kreislauf
  • Muskeln, Knochen und Gelenke
  • PhysioPlus – der Gesundheitscheck
  • Stress und Entspannung
  • Schwangerschaft und nach der Geburt

Was ist FDM ?

Die Faszien sind Teil des menschlichen Bindegewebes und bilden das Grundgerüst des menschlichen Körpers. Werden diese Faszien durch eine Verletzung, einen Unfall oder durch die tägliche Belastung beeinträchtigt, können Schmerzen und Funktionseinschränkungen entstehen.

Die praktische Anwendung des Fasziendistorsionsmodells (FDM) ermöglicht die rasche Therapie dieser Beschwerden. Durch eine gezielte Untersuchung werden die auslösenden Faktoren festgestellt und durch den geschulten FDM-Arzt oder -Therapeuten mit speziellen Handgriffen korrigiert.

FDM-Ärzte und -Therapeuten nach den Richtlinien der European Fascial Distortion Model Association (EFDMA) absolvieren eine mehrstufige Fortbildung und garantieren fachgerechte und sichere Behandlung.

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) – Landesverband Baden-Württemberg:

www.physio-deutschland.de